Comet erneut mit starkem Resultat, weiteres wertgenerierendes Wachstum erwartet

Medienmitteilung

Flamatt, 15. März 2018

 

Comet Group Online Geschäftsbericht 2017

Comet erneut mit starkem Resultat, weiteres wertgenerierendes Wachstum erwartet

  • Starkes Umsatzwachstum um 32% auf 438.4 Mio. CHF
  • EBITDA-Marge bei 14.5% (2016: 14.3%)
  • Steigerung des Reingewinns auf 35.5 Mio. CHF (2016: 27.3 Mio. CHF)
  • Höhere Dividende von 1.50 CHF pro Aktie
  • Ausblick 2018: Umsatz von 460 - 490 Mio. CHF bei einem ROCE zwischen 17% und 20% erwartet

Die Comet Group beschleunigte ihr Wachstum 2017. Sie baute das Geschäft mit Schlüsselkunden erfolgreich aus, entwickelte Beziehungen zu potenziellen Kunden, meisterte die starke Nachfrage und trieb parallel dazu wichtige Projekte in Vorbereitung auf künftiges Wachstum voran.

 

Der konsolidierte Nettoumsatz stieg auf 438.4 Mio. CHF und übertraf das Vorjahr um 106 Mio. CHF. Alle Regionen und Segmente trugen zu dem Umsatzanstieg bei. Das hohe Umsatzvolumen führte zu einem deutlich höheren operativen Gewinn der Gruppe auf Stufe EBITDA von 63.4 Mio. CHF (2016: 47.7 Mio. CHF). Der Reingewinn stieg um 29.7% auf 35.5 Mio. CHF (2016: 27.3 Mio. CHF). Dies obwohl einmalige Effekte wie die Anpassung bei den Vorsorgeplänen in der Schweiz, die neue US-Steuergesetzgebung sowie eine Rückstellung in den USA den Reingewinn 2017 belasteten. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals stieg von 14.7% auf 16.2% (ROCE). Mit einer Eigenkapitalquote von 52.7% ist die Gruppe sehr solide finanziert. Das Net Working Capital verbesserte sich im Verhältnis zum Umsatz trotz dem zu bewältigenden markanten Umsatzanstieg und sank auf nun 23% (2016: 24%) – ein Indikator für die verbesserte operative Effizienz der Gruppe.

 

PCT – überproportionales Wachstum im Halbleitermarkt

Mit einem Umsatzanstieg um 53% auf 210.5 Mio. CHF erzielte Plasma Control Technologies (PCT) das fünfte Rekordjahr in Folge. Dank seiner starken Position im Markt für High-End-RF-Lösungen konnte das Segment überproportional vom Ausbau der Produktionskapazitäten im Halbleitermarkt profitieren und sein Geschäft mit Schlüsselkunden in den USA ausbauen. In Asien, wo der chinesische Markt durch den Aufbau lokaler Produktionskapazitäten markant an Bedeutung gewinnt, stieg der Umsatz um 32%. Der Verkauf des neu in Serie produzierten, hoch stabilen «cito Plus»-Generators startete ebenfalls erfreulich. Dank des breit abgestützten Lieferantennetzwerks meisterte PCT die starke Nachfrage qualitäts- und zeitgerecht. Das hohe Umsatzvolumen verbunden mit Kosteneinsparungen in der Supply Chain, führte zu einer starken Verbesserung der Profitabilität. Dies trotz Investitionen in die Produktinnovation sowie in die Erweiterung der Produktionsinfrastruktur in Shanghai und San José. Der operative Gewinn (EBITDA) stieg von 30.9 Mio. CHF auf 55.7 Mio. CHF und die EBITDA-Marge entsprechend deutlich auf 26.5% (2016: 22.5%).

 

IXS – Ausbau der Marktposition, hohe Investitionen in die Erneuerung des Produktportfolios

X-Ray Systems (IXS) verzeichnete ein Umsatzwachstum von 13% auf 137.3 Mio. CHF. Das grösste Wachstum erzielte das Segment mit CT-Grosssystemen in den Kernbereichen Automotive sowie im neu ausgerichteten Bereich Wissenschaft & Neue Werkstoffe (bisher Labore/F&E). IXS schärfte 2017 seine Strategie. Mit einem verstärkten Managementteam arbeitete das Segment auf breiter Front daran, das Produktportfolio zu erneuern, Komplexität zu reduzieren und so eine wichtige Voraussetzung für künftiges profitables Wachstum zu schaffen. Einen wichtigen Meilenstein zur Erschliessung neuer Anwendungen erreichte das Segment mit der Lancierung der FF CT Metrologiesysteme sowie der Systeme Cougar EVO und Cheetah EVO. Mit kontinuierlichen Investitionen in die Weiterentwicklung seiner Software will IXS künftig auch Inline-Applikationen ermöglichen. Diese und andere Investitionen in die Erneuerung des Produktportfolios kombiniert mit verstärkter Marktbearbeitung führten zu einem Rückgang der EBITDA-Marge auf 6.1% (2016: 9.4%).

 

IXM - profitables Wachstum in allen Märkten und Regionen

Industrial X-Ray Modules (IXM) verzeichnete ein Umsatzwachstum um 13.2% auf 78.8 Mio. CHF. Das stärkste Wachstum erzielte das Segment mit seinen massgeschneiderten, hoch zuverlässigen Röntgenquellen im Markt für Sicherheitsprüfung. Unterstützt von der Erholung in der Industrie und im Energiesektor konnte IXM jedoch auch im Kerngeschäft der zerstörungsfreien Materialprüfung moderates Wachstum erzielen. Ein Höhepunkt war die erfolgreiche Einführung des neuen IoT-fähigen Röntgengenerators iVario™ im Markt. Aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens und erfolgreicher Massnahmen zur Steigerung der Produktivität verbesserte das Segment den operativen Gewinn auf Stufe EBITDA um 9% auf 18.0 Mio. CHF. Diese Steigerung wurde jedoch infolge von Währungseinflüssen und einem negativen Effekt durch den Wechsel der leistungsorientierten Vorsorgepläne in der Schweiz in ein Vollversicherungsmodell überkompensiert. Daraus resultierte eine leicht verringerte EBITDA-Marge von 22.8% (2016: 23.7%).

 

EBT – Entwicklung neuer Anwendungen; hohe Kosten im Systemgeschäft belasten Ergebnis

Das Aufbau- und Entwicklungssegment ebeam Technologies (EBT) erzielte eine Umsatzsteigerung um 74.6% auf 29.5 Mio. CHF (2016: 16.9 Mio. CHF). Neben dem Anstieg im Modulgeschäft und mit EBLab-Systemen konnten hohe Auftragsbestände aus dem Vorjahr im Systemgeschäft realisiert werden. EBT verfolgte seine Strategie, das Geschäft durch neue Anwendungen zu entwickeln, konsequent weiter, und investierte in die Projekte mit seinen Partnern. So konnte die neue ebeam-basierte Druckanlage GAIA zusammen mit Uteco lanciert werden. Die Feldtests zur Inaktivierung von Trockennahrung mit ebeam – ein Projekt von Bühler – verliefen erfolgreich. Mit Bell Food Group AG wurde ein Demonstrator zur Behandlung von Bruteiern entwickelt. Erwartungsgemäss entwickelte sich der Rollout mit Tetra Pak im Bereich der Sterilisierung von Getränkeverpackungen. Tetra Pak wird jedoch den weiteren Rollout der aktualisierten Strategie anpassen und will ebeam direkt in die neue Produktgeneration integrieren – was zur Verschiebung von Umsätzen führen wird. Im Systemgeschäft verschärfte sich der Wettbewerb. Hohe Investitionen in die Professionalisierung der Abläufe sowie in die Überarbeitung des Produktportfolios belasteten das Ergebnis. Dies erhöhte in Kombination mit den geplanten Investitionen in neue Anwendungen den Verlust auf Stufe EBITDA auf –16.5 Mio. CHF (2016: –9.1 Mio. CHF). Mit Massnahmen zur Kostenreduktion und einer konsequenten Neuausrichtung des Produktportfolios auf standardisierte Systeme schuf EBT wichtige Voraussetzungen für die Verbesserung der Profitabilität im Systemgeschäft.

 

Wichtige Weichen für künftiges Wachstum gestellt

Die Comet Group vertiefte 2017 ihre Beziehungen zu bestehenden und potenziellen Kunden, erweiterte ihren Marktzugang, investierte in innovative Lösungen und arbeitete an ihrer operativen Effizienz. Innovative Neuentwicklungen wie der IoT-fähige Röntgengenerator iVarioTM, der hochstabile cito Plus RF-Generator und die FF-CT-Metrologie-Systeme wurden erfolgreich lanciert. Im ebeam Geschäft wurden die Projekte mit Partnern weiter vorangetrieben und eine neue Anwendung bekannt gegeben. Die Gruppe tätigte wichtige Zukunftsinvestitionen in den Ausbau der Softwarekompetenz sowie in Test- und Entwicklungsinfrastruktur wie zum Beispiel dem hochmodernen Smart Lab zum Testen der neuen RF-Generatoren in Flamatt. Mit Lab One wurde im Oktober das erste technologieübergreifende Test- und Applikationszentrum der Comet Group im Silicon Valley eröffnet.

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Produktionskapazitäten in Flamatt verlaufen nach Plan. Der Bezug wird im Spätsommer 2018 erwartet. Der Neubau schafft nicht nur dringend benötigten Raum für weiteres Wachstum, er wird mit seinen modernen Anlagen auch die operative Effizienz verbessern.

 

Mit der Vorbereitung des Unternehmens, seine Möglichkeiten durch Digitalisierung, weitere Diversifizierung, die Erhöhung der Agilität in der Organisation sowie die Verbesserung der Marktbearbeitung auszuschöpfen, sind wichtige Themen gesetzt, um Comet auf die Zukunft vorzubereiten. Um den Anforderungen an ein weiter stark wachsendes Geschäft noch besser gerecht zu werden, wurde das Managementteam auf Stufe Geschäftsleitung verstärkt. René Lenggenhager leitet das Unternehmen als CEO seit Mai 2017. Mit Prisca Hafner wurde die Personalleitung per Januar 2018 als zusätzliche Position besetzt. Ebenfalls per Januar 2018 wurde die Führung des Segments IXM an Stephan Haferl übergeben. Nach dem Entscheid von Charles Flükiger, das Unternehmen zu verlassen, wird das Segment EBT interimistisch ab 1. April 2018 von CEO René Lenggenhager geführt. Die Suche nach einem neuen Leiter EBT läuft. Charles Flükiger wird dem Unternehmen bis zu seinem Austritt weiter voll zur Verfügung stehen. Bereits jetzt dankt der Verwaltungsrat Charles Flükiger für sein grosses Engagement in den letzten 37 Jahren.

 

Höhere Ausschüttung

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 26. April 2018 eine verrechnungssteuerfreie Ausschüttung aus Kapitaleinlagereserven von 1.50 CHF pro Aktie (2017: 1.20 CHF) vorzunehmen. Dies entspricht einer Ausschüttung von 33% des Reingewinns.

 

Ausblick

Verwaltungsrat und Management sind überzeugt, dass die Comet Group auch in den nächsten Jahren kontinuierlich Mehrwert schaffen und ihr 2020 Wachstumsziel von 500 Mio. CHF und einer EBITDA-Marge von 16% bis 18% bereits 2019 erreichen wird. Für 2018 erwartet sie einen Umsatz zwischen 460 Mio. CHF und 490 Mio. CHF sowie eine Rendite auf dem investierten Kapital (ROCE) zwischen 17% und 20%. Daraus ergibt sich für 2018 eine erwartete EBITDA-Marge zwischen 14% und 16%.

 

Medien- und Analystenkonferenz
Die detaillierten Jahreszahlen werden am 15. März 2018 publiziert und am selben Tag an der Medien- und Analystenkonferenz um 10.00 Uhr in Zürich (Restaurant Au Premier, Bahnhofplatz 15, "Raum Alcina", 8001 Zürich im Hauptbahnhof) vorgestellt.

 

Telefonkonferenz in Englisch
Am 15. März 2018, 16.15 bis 17.00 Uhr (CET) findet eine Telefonkonferenz mit Dr. René Lenggenhager, CEO, und Markus Portmann, CFO, in englischer Sprache statt.
Für die Teilnahme wählen Sie sich bitte 10 Minuten vor der Konferenz ein unter:

 

+41 (0)58 310 50 00 (Europe)
+44 (0) 207 107 0613 (UK)
+1 (1)631 570 5613 (USA)

Media Relations
Ines Najorka
Corporate Communications
T +41 31 744 99 96

ines.najorka@comet.ch

 

Unternehmenskalender

26. April 2018                ordentliche Generalversammlung

16. August 2018            Publikation des Halbjahresabschlusses

13. November 2018      Investor Day

 


Comet Group
Die Comet Group ist ein weltweit führendes, innovatives Schweizer Technologieunternehmen mit Fokus auf Röntgen, Hochfrequenz und ebeam. Mit hochwertigen High-Tech-Komponenten und Systemen ermöglichen wir Kunden aus unterschiedlichen Industriebereichen, ihre Produkte qualitativ zu verbessern und sie gleichzeitig effizienter und umweltschonender zu produzieren. Die innovativen Lösungen unter den Marken Comet, Yxlon und ebeam kommen unter anderem zum Einsatz bei der Material- und Sicherheitsprüfung, der Beschichtung und Behandlung von Oberflächen sowie der kontaktfreien Sterilisierung.

Die Comet Holding AG hat ihren Hauptsitz in Flamatt in der Schweiz und ist heute in allen Weltmärkten vertreten. Wir beschäftigen weltweit über 1400 Mitarbeitende, mehr als 500 davon in der Schweiz. Neben Produktionsstandorten in China, Deutschland, Dänemark, Schweiz und den USA unterhalten wir verschiedene Tochtergesellschaften in den USA, China, Japan und Korea. Die Aktien von Comet (COTN) werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt.