Comet Group erweist sich als robust und flexibel – Ergebnisse für das Gesamtjahr 2020 übertreffen die Erwartungen

Geschäftsjahr 2020

- Umsatzwachstum von 6.5% auf CHF 395.8 Mio. (2019: CHF 371.6 Mio.)
- EBITDA-Marge von 14.8 %, nach 10.8 % in 2019
- Free Cash Flow von CHF 41.6 Mio. im Vergleich zu CHF 30.1 Mio. 2019
- Starke Finanzkennzahlen: ROCE 13.6%, Eigenkapitalquote 50.1%, Nettoverschuldung CHF 7.1 Mio.

Ausblick 2021

- Höchste Priorität hat die Sicherheit aller Mitarbeitenden und Kunden
- Anhaltendes Wachstum des globalen Halbleitermarktes
- Anzeichen für einen Aufschwung in den anderen Kernmärkten Automobil, Luft- und Raumfahrt, Sicherheit
- Konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie

Im Jahr der Covid-19-Pandemie zeigte sich Comet robust und flexibel. Mit der frühzeitigen Umsetzung von Massnahmen schützte die Gruppe die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden und blieb gegenüber ihren Kunden uneingeschränkt lieferfähig. Sie erzielte ein Umsatzplus und ein signifikant verbessertes operatives Ergebnis. Einen wichtigen Schritt nach vorn machte Comet zudem bei der Umsetzung ihrer strategischen Initiativen wie dem Verkauf des ebeam-Lampengeschäfts an Tetra Pak und der Übernahme des kanadischen Softwareentwicklers Object Research Systems (ORS).

Die Gruppe profitierte 2020 von der starken Dynamik im Halbleiter- und Elektronikmarkt. Die Pandemie steigerte die bereits robuste Nachfrage nach Cloud-Diensten, Videokonferenzlösungen, Gaming, 5G und anderen technischen Lösungen. Dies heizte die Nachfrage nach Halbleiterchips an und half, den struktur- und pandemiebedingten Einbruch in den Sektoren Automobil, Luftfahrt und Sicherheit auszugleichen.

Dank der starken Entwicklung im Geschäftsbereich Plasma Control Technologies (PCT) stieg der Nettoumsatz der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 6.5% auf CHF 395.8 Mio., nach CHF 371.6 Mio. im Jahr 2019. In Kombination mit einer guten Kostendisziplin und unter Berücksichtigung eines einmaligen Ertrags von CHF 4.0 Mio. aus der Veräusserung des ebeam-Lampengeschäfts, steigerte Comet das EBITDA auf CHF 58.6 Mio., ein Plus von 46.6% gegenüber CHF 40.0 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge stieg auf 14.8% von 10.8% im Jahr 2019. Der Reingewinn konnte um 130.8% auf CHF 27.7 Mio. von CHF 12.0 Mio. gesteigert werden, während sich der Free Cash Flow auf CHF 41.6 Mio. verbesserte, verglichen mit CHF 30.1 Mio. im Jahr 2019. Der höhere Free Cash Flow wurde vor allem durch eine strikte Kontrolle des Nettoumlaufvermögens erreicht. Comet schloss das Jahr 2020 mit einer soliden Finanzlage ab: die Eigenkapitalquote lag bei 50.1%, die Nettoverschuldung belief sich auf CHF 7.1 Mio. (2019: CHF 25.0 Mio.). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) hat sich mit 13.6% mehr als verdoppelt (2019: 6.5%). Auf dieser soliden Basis aufsetzend und dank der Fortschritte bei der Umsetzung der strategischen Boost-Initiativen geht Comet gestärkt in die Zukunft.

PCT: Superzyklus bei Halbleitern, wesentliche Fortschritte bei der Strategieumsetzung
Mit der Eröffnung der neuen Produktionsstätte in Malaysia machte Plasma Control Technologies (PCT) einen wichtigen Schritt in der Umsetzung ihrer Strategie, den schnell wachsenden asiatischen Halbleitermarkt zu erschliessen und ihre Kostenstruktur zu verbessern. Um der derzeit regen Nachfrage gerecht zu werden, wurde zudem die Produktion von Vakuumkondensatoren am Standort Flamatt um fast 50% erweitert. Dank der starken Marktposition und des guten Marktumfelds erzielte PCT mit CHF 224.7 Mio. einen um 48.1% höheren Umsatz als im Vorjahr (CHF 151.7 Mio.). Trotz des günstigen Marktumfelds behielt PCT den Fokus auf Kosten- und Effizienzsteigerungen bei. In Kombination mit dem zweistelligen Umsatzwachstum verbesserte sich das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA demnach um mehr als das Dreifache auf CHF 49.3 Mio. (2019: CHF 15.4 Mio.). Die EBITDA-Marge stieg auf 22.0%, nach 10.1% im Vorjahr.

IXS: strukturelle Schwäche in den Endmärkten verstärkt durch Covid-19, Neupositionierung in vollem Gange
Trotz der schnellen Einführung von Gegenmassnahmen belastete der strukturelle Abschwung im Automobilmarkt gepaart mit den Auswirkungen der Pandemie auf die Automobil- und Luftfahrtindustrie die Ergebnisse der Division X-Ray Systems (IXS). Der Umsatz sank um 23.5% auf CHF 106.8 Mio. (2019: CHF 139.6 Mio.). Beim EBITDA fiel ein Verlust von CHF 1.0 Mio. an, verglichen mit einem Plus von CHF 12.0 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich auf -0.9% (2019: 8.6%). Um die Profitabilität künftig zu verbessern, richtete IXS den Fokus und den Grossteil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten darauf aus, ihre Position in den Bereichen Halbleiter und Elektronik zu stärken. Ein wichtiger Meilenstein diesbezüglich war die Akquisition des kanadischen Softwareentwicklers Object Research System (ORS). Diese ermöglicht der Division, ihren Kunden neue Möglichkeiten zur Überprüfung ihrer Produktionsprozesse und zur Verbesserung der Ausbeute mittels Künstlicher Intelligenz (KI) anzubieten.

IXM: solides Ergebnis in einem herausfordernden Marktumfeld, bereit für den Aufschwung
In einem schwierigen Marktumfeld blieb die Division X-Ray Modules (IXM) auf ihre langfristige Strategie fokussiert. Die Division nutzte den Abschwung, um in Erwartung der wirtschaftlichen Erholung nach Covid-19 weiter neue Produkte zu entwickeln und in die bedienten Märkte einzuführen. Die neuen Produkte, welche die Division in den letzten zwölf Monaten einführte, wurden vom Markt gut aufgenommen. Im Jahr 2020 erzielte IXM dank Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen ein solides Ergebnis. Nach einem starken Nachfragerückgang in der ersten Jahreshälfte stabilisierte sich das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau. IXM erzielte in diesem Umfeld einen Jahresumsatz von CHF 61.4 Mio. (2019: CHF 78.1 Mio.), was einem Rückgang von 21.4% gegenüber 2019 entspricht. Das EBITDA erreichte CHF 9.0 Mio. (2019: CHF 21.7 Mio.), die EBITDA-Marge lag bei 14.6% (2019: 27.8%). 

EBT: Verkauf der ebeam-Sparte mit einem positiven EBITDA-Ergebnis abgeschlossen
Als Schritt in der Umsetzung der Fokusstrategie wurde das ebeam-Lampengeschäft im Jahr 2020 an Tetra Pak verkauft. In ihrem letzten Jahr als Mitglied der Gruppe trug die Division bei einem Umsatz von CHF 14.6 Mio. ein EBITDA von CHF 3.3 Mio. (einschliesslich eines einmaligen Veräusserungsgewinns von CHF 4 Mio.) bei.

Führung gestärkt
Heinz Kundert initiierte die Neuausrichtung von Comet als Verwaltungsratspräsident und Interims-CEO. Im September 2020 übergab er den Stab als CEO an Kevin Crofton, der mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in der Halbleiterindustrie mitbringt. Komplettiert wurde das Führungsteam ferner mit Lisa Pataki als CFO seit Oktober und mit Keighley Peters als CIO Ende Dezember.

Dividende 
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 22. April 2021 eine Dividende von 1.30 CHF pro Aktie (Vorjahr: 1.00 CHF). Dies entspricht einer Ausschüttung von 37% (Vorjahr: 65%).

Ausblick 
Das Tempo der Digitalisierung und das Wachstum bei der Verarbeitung grosser Datenmengen haben sich beschleunigt. So prognostiziert SEMI, der Industrieverband der Halbleiterausrüstungs- und -Materialindustrie, nach einem Rekordjahr 2020 für 2021 erneut ein nahezu zweistelliges Wachstum beim weltweiten Absatz von Halbleiterfertigungsanlagen. Auch in der Automobil-, der Luft- und Raumfahrt-, sowie der Sicherheitsindustrie gibt es erste Anzeichen für einen verhaltenen Aufschwung. Während die Marktsituation nach der erneuten Verschärfung der Restriktionen zur Bekämpfung der Pandemie Anfang 2021 herausfordernd bleibt, deuten die Fortschritte in den weltweiten Impfprogrammen darauf hin, dass eine allmähliche Rückkehr zur Normalität bevorsteht. Dies sollte auch die Situation in den Kernmärkten des Röntgengeschäfts verbessern.

In diesem dynamischen Umfeld wird Comet den Ausbau ihrer bereits starken Marktposition fokussiert vorantreiben und weiter in Innovationen und in die Erweiterung des Produktportfolios investieren. Wie im Jahr 2020 wird Comet der Sicherheit aller Mitarbeiter und Kunden absolute Priorität einräumen.

Das Marktumfeld bleibt mit Unsicherheiten behaftet. Unter der Voraussetzung, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation nicht wesentlich verschlechtert, erwartet die Comet Group einen Nettoumsatz zwischen CHF 430 Mio. und CHF 460 Mio. und eine EBITDA-Marge zwischen 17% und 19%.

Veröffentlichung des Jahresergebnisses
Aufgrund der Restriktionen durch Covid-19 führt die Comet Group ihre Medien- und Analysten-konferenz nicht wie üblich physisch durch. Stattdessen werden die detaillierten Jahreszahlen heute, am 18. März, in einer Telefonkonferenz von Kevin Crofton, CEO, und Lisa A. Pataki, CFO, vorgestellt. Die Telefonkonferenz in englischer Sprache findet um 10:00 Uhr MEZ statt.

Einwahlnummern
+41 (0)58 310 50 00 (Europa) 
+44 (0) 207 107 0613 (Vereinigtes Königreich) 
+1 (1)631 570 5613 (USA) 
Andere Länder: HERE  

Weitere Informationen finden Sie in unserem Online-Geschäftsbericht unter
https://reports.comet-group.com/20/de/

Webcast (Link)
Englisch, 10.00 Uhr MEZ, 18. März:
https://78449.choruscall.com/dataconf/productusers/comet/mediaframe/43241/indexl.html

Durchführung der Generalversammlung am 22. April 2021
Aufgrund der ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus und gestützt auf Art. 27 der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) (Covid-19-Verordnung 3) vom März 2021, hat Comet beschlossen, die ordentliche Generalversammlung vom 22. April 2021 unter Ausschluss einer physischen Teilnahme von Aktionärinnen und Aktionären durchzuführen. Die Aktionärinnen und Aktionäre werden gebeten, ihre Stimmen durch schriftliche oder elektronische Vollmacht mit Instruktionen an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abzugeben. Weitere Details folgen mit der Einladung. 

 



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