COMET Group legt robustes Ergebnis in herausforderndem Umfeld vor und erhöht Investitionen im aktuellen Geschäftsjahr

  • Umsatz bei 282.3 Mio. CHF
  • Reingewinn bedingt durch Einmaleffekte bei 17.1 Mio. CHF
  • Starker operativer Cash Flow von 12.6% zum Umsatz, Nettoverschuldung abgebaut
  • Starke Bilanz mit EK-Quote von 63.4%
  • Unveränderte Dividende von 11 CHF pro Aktie
  • Finanzierung des Erweiterungsbaus in Flamatt über eine öffentliche Anleihe geplant
  • 2016: Umsatz von 300-320 Mio. CHF bei einer investitionsbedingt angepassten EBITDA-Marge von 11%-13%

Die COMET Group konnte sich im anspruchsvollen Umfeld 2015 gut behaupten und erzielte das zweitbeste Umsatzresultat ihrer Geschichte. Während die Aufhebung des Euro-CHF-Mindestkurses, die schwächelnde Wirtschaft in Asien und die nachlassende Nachfrage aufgrund tiefer Rohstoffpreise die Fortsetzung des starken organischen Wachstums erschwerten, sorgte die Akquisition von PCT Engineered Systems LLC für ein Umsatzwachstum von 4.4%. Der konsolidierte Nettoumsatz lag bei 282.3 Mio. CHF (2014: 287.9 Mio. CHF). Dies entspricht einem Rückgang von 1.9%. Die positive Entwicklung des Dollars (+2.7 %) vermochte die negative Entwicklung des Euro-CHF­Kurses (-4%) nur teilweise zu kompensieren.

Die EBITDA-Marge von 12.7% (2014:13.8%) wurde stark beeinflusst von der Entwicklung der Währungen sowie der Akquisition von PCT Engineered Systems LLC. Bereinigt um Währungseffekte (+1.0%) und Akquisition (-1.9%) lag sie bei 13.6% und damit fast auf Vorjahresniveau. Der Reingewinn reduzierte sich auf 17.1 Mio. CHF (2014: 26.3 Mio. CHF). Wegfallende positive Steuereffekte von 6.1 Mio. CHF aus dem Vorjahr, einmalige Währungsumrechnungsverluste von 2.4 Mio. CHF sowie einmalige, akquisitions-bedingte Kosten von 3.5 Mio. CHF überwogen die einmalige Steuergutschrift von 1.5 Mio. CHF in 2015.

Trotz hoher Investitionen in das ebeam Geschäft gelang es der Gruppe weiterhin, eine Kapitalrendite über den Kapitalkosten zu generieren und die Nettoverschuldung dank starkem operativem Cash Flow von 12.6% zum Umsatz vollständig abzubauen (2014: 10.6%). Mit einer Eigenkapitalquote von 63.4% verfügt die COMET Group zudem über eine starke Bilanz.

PCT mit weiterem Rekordjahr

Nach einem sehr starken Vorjahr konnte Plasma Control Technologies (PCT) 2015 seine Marktposition weiter festigen und mit seinen High-End-Lösungen ein Umsatzwachstum von 5.9% auf 111.9 Mio. CHF erzielen. In lokalen Währungen resultierte ein Umsatzplus von 2.6%. Die Profitabilität auf Stufe EBITDA-Marge stieg von 17.3% auf 19.3%. Haupttreiber war die – vor allem im ersten Halbjahr – anhaltende Ausrüstung von Fabriken für die Herstellung der jüngsten Generation Speicherchips (3D-NAND) sowie die gute Nachfrage im Markt für Flachbildschirme. PCT konnte das Geschäft mit bestehenden Schlüsselkunden in beiden Märkten ausbauen und seinen Umsatz im Markt für Flachbildschirme fast verdoppeln. Im zweiten Halbjahr musste das Segment Einbussen aufgrund der Verschiebung geplanter Investitionen in Asien auffangen, schloss jedoch mit einem weiteren Rekordjahr ab. Für 2016 erwartet der Bereich eine Entwicklung der Nachfrage im Halbleiterbereich ungefähr auf Vorjahresniveau sowie ein leichtes Wachstum im mittleren einstelligen Bereich, vor allem basierend auf neuem Geschäft mit  IoT-Anwendungen.

IXS – Bruttomarge verbessert, Einbruch im Reifenmarkt und starker CHF drücken Umsatz

Unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Märkten prägten das Berichtsjahr bei X-Ray Systems (IXS). Einerseits konnte IXS im Elektronikmarkt wachsen, den Marktanteil im Segment Gussteilprüfung mit seinem attraktiven CT-Angebot verteidigen und sein Servicegeschäft ausbauen. Andererseits erlebte das Segment einen massiven Einbruch im chinesischen Reifenmarkt, der 2015 aufgrund geänderter Regulierungen der chinesischen Regierung und neuer US-Zölle auf chinesische Reifen zusammenbrach. Kombiniert mit dem starken Schweizer Franken resultierte ein Umsatzrückgang von 18.7% auf 101.4 Mio. CHF (-13.6% in lokalen Währungen). Trotz dieser Entwicklung konnte IXS die Bruttomarge verbessern und die EBITDA-Marge, unterstützt durch Währungseffekte, mit 12.9% auf Vorjahr halten. Mit dem Ziel künftige Wachstumsmärkte zu erschliessen, ging IXS Partnerschaften mit Hexagon und Mirtec ein. Für 2016 profitiert das Segment von einem hohen Auftragsbestand in allen Marktsegmenten ausser dem Reifenmarkt, und geht von einem Wachstum im Rahmen des Gruppenwachstums aus.

XET – Verhaltene Nachfrage infolge tiefer Rohstoffpreise – ebeam erreicht Meilensteine

Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen aufgrund tiefer Rohstoffpreise sowie der starke Schweizer Franken drückten 2015 auf den Umsatz von X-Ray & ebeam Technologies, der zum grossen Teil im Euroraum anfällt. Tiefe Rohstoffpreise führten bei der röntgenbasierten, zerstörungsfreien Materialprüfung in der Pipeline-, Sorting- und Stahlindustrie zu zögerlicher Nachfrage. Besser lief es im Markt der Sicherheitsprüfung: Hier konnte XET einige grosse Aufträge gewinnen und den Marktanteil in China weiter ausbauen.

Im Bereich ebeam konnte XET wichtige Meilensteine verzeichnen: Tetra Pak stellte im Rahmen des Rollouts an der Fispal Technologie Messe erstmals eine marktreife, mit ebeam ausgerüstete Abfüllanlage vor. Mit Bühler ging COMET eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung neuer Anwendungen im Bereich der Inaktivierung von Trockennahrung ein. Mit der Akquisition von PCT Engineered Systems LLC konnte COMET zudem ihr Produktportfolio erweitern und direkten Zugang zu Endkunden erschliessen. Dank der Akquisition wuchs der Segmentumsatz um 10.1% auf 81.6 Mio. CHF. Bereinigt um Währungseffekte und Akquisition lag der Umsatz 3.0% unter Vorjahr. Der operative Gewinn reduzierte sich infolge der zusätzlichen Investitionen in das ebeam Geschäft sowie aufgrund negativer Währungseffekte auf 3.7% (2014: 9.9%). Für 2016 rechnet die Gruppe aufgrund der aktuellen Auftragsbestände und der aktuellen Marktlage mit einem überdurchschnittlichen Wachstum im Bereich der ebeam Systeme, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Bei den Röntgenkomponenten wird eine Entwicklung im Rahmen des Gruppenwachstums erwartet.

Strategie auf Kurs – wichtige Basis für die Zukunft geschaffen

Die COMET Group befindet sich seit 2012 auf einem starken Wachstumspfad. Die Gruppe erreichte zu konstanten Währungen ihr im Jahr 2012 gestecktes Ziel, bis 2015 um 40% auf einen Umsatz von 300 Mio. CHF zu wachsen. Neue Kunden wurden dazu gewonnen, bestehende Kundenbeziehungen vertieft. Mit der Technologiegruppe Bühler und dem Messtechnikkonzern Hexagon wurden starke Partner für weiteres potentielles Wachstum gewonnen. Die Investition in die Vermarktung der innovativen Produkte und Technologien der COMET Group trug Früchte: Die Bruttomarge bei IXS und PCT wurde verbessert, neue Produkte lanciert und Märkte fokussierter bearbeitet. Wesentliche Fortschritte erzielte die Gruppe im ebeam Geschäft, das aufgrund seiner zunehmenden Bedeutung seit Januar 2016 aus dem Segment XET herausgelöst und in ein eigenes Segment ebeam Technologies (EBT) überführt wurde.
Um auch künftig starkes Wachstum umsetzen zu können, erweitert COMET ihre Produktionskapazitäten am Hauptsitz in Flamatt. Die Baubewilligung liegt vor und Vorarbeiten für den Spatenstich im September sind angelaufen, COMET rechnet mit einem Bezug des mit 60 Mio. CHF veranschlagten Neubaus Mitte 2018 und plant, den Bau mittels Begebung einer öffentlichen Anleihe zu finanzieren.

Personelle Verstärkung in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung für Umsetzung der Strategie 2020

Mit den geplanten Anpassungen im Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung schuf die COMET Group jüngst auch personell eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie 2020. Verwaltungsrat und Management sind überzeugt, dass die COMET Group mit Thomas Polzer als COO die Supply Chain als wesentliches Bindeglied zu ihren Kunden stärken kann und mit Detlef Steck als Segment President X-Ray Systems eine wichtige Grundlage für beschleunigtes Wachstum im Röntgensystemgeschäft schafft. Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat zudem vor, die Anwältin Dr. Mariel Hoch als Nachfolgerin für den nicht mehr zur Wahl stehenden Hans Leonz Notter in den Verwaltungsrat und den Vergütungsausschuss zu wählen. Zudem sieht er es angesichts der gestiegenen Komplexität und den sich bietenden Opportunitäten als wichtig an, sein Gremium um ein zusätzliches Mitglied zu verstärken. Er schlägt daher vor, Dr. Franz Richter als profunden Kenner der für die COMET Group zunehmend wichtigeren Halbleiterindustrie, zusätzlich in den Verwaltungsrat zu wählen.

Forcierung der Investitionen in strategische Initiativen belastet vorübergehend die Profitabilität

Mit ihrer Strategie 2020 fokussiert die COMET Group weiter auf starkes profitables Wachstum dank neuen Anwendungen, der Bündelung bestehender Kompetenzen sowie einer noch stärkeren  Zusammenarbeit mit Schlüsselpartnern. Entscheidend ist dabei eine zeitgerechte und erfolgreiche Realisierung der attraktiven Geschäftsmöglichkeiten im Bereich ebeam, Internet of Things und Metrologie. Bis 2020 hat sich die COMET Group zum Ziel gesetzt, einen Umsatz von 500 Mio. CHF und eine EBITDA-Marge von 16%-18% zu erreichen.

Für 2016 geht die COMET Group von weiterhin herausfordernden Marktbedingungen aus. Verwaltungsrat und Management haben deshalb entschieden, die erfolgversprechendsten strategischen Initiativen beschleunigt voranzutreiben und geplante Investitionen vorzuziehen. Im Fokus stehen bei den strategischen Initiativen neue ebeam Projekte im Food-  und Digitaldruckbereich sowie zusätzliche Investitionen ins Produktportfolio der COMET Group im Hinblick auf verschiedene vielversprechende Anwendungen. Parallel dazu werden Initiativen zur Steigerung der operativen Exzellenz beschleunigt vorangetrieben, insbesondere im Bereich Supply Chain. Die COMET Group hat sich zu diesem Zweck auch personell verstärkt und will damit frühzeitig gute Voraussetzungen zur erfolgreichen Umsetzung und Zielerreichung der Strategie 2020 schaffen. Dieses Programm hat 2016 vorübergehend eine Reduktion der EBITDA-Marge von 2%-Punkten zur Folge. Vor diesem Hintergrund geht die Gruppe für 2016 von einem Umsatzwachstum auf 300-320 Mio. CHF bei einer EBITDA-Marge von neu 11%-13% aus.

Unveränderte Dividende von 11 CHF pro Aktie

Der Verwaltungsrat beantragt an der nächsten Generalversammlung eine verrechnungssteuerfreie Kapitaleinlageausschüttung von 11 CHF pro Aktie (2014: 11 CHF). Dies entspricht einer Ausschüttung von 50% des Reingewinns.

Medien- und Analystenkonferenz

Die publizierten Jahresergebnisse 2015 werden heute, am 17. März 2016 um
10.00 Uhr an der Medien- und Analysten-Konferenz in Zürich (SIX Swiss Exchange,
Convention Point, Selnaustrasse 30) vorgestellt.


Telefonkonferenz in Englisch

Am 17. März 2016, 15.45 bis 16.30 Uhr (CET) findet eine Telefonkonferenz mit
Ronald Fehlmann, CEO, und Markus Portmann, CFO, in englischer Sprache statt.
Für die Teilnahme wählen Sie sich bitte 10 bis 15 Minuten vor der Konferenz
ein unter:

+41 (0)58 310 50 00 (Europa)
+44 (0)203 059 58 62 (UK)
+1 (1)631 570 56 13 (USA)