COMET Group 2011: starke Profitabilität trotz herausforderndem Marktumfeld

  • Umsatz mit 217.0 Mio. CHF auf Vorjahr, währungsbereinigtes Wachstum von 12%
  • Deutlich profitables Wachstum im Systemgeschäft
  • EBITDA-Marge mit 12.6% auf Vorjahresniveau
  • Reingewinn signifikant gesteigert auf 10.1 Mio. CHF dank gutem Finanzergebnis und tiefen Steuern
  • Eigenkapitalquote auf 57.2 %, freier Cashflow auf 17.6 Mio. CHF gesteigert
  • Erhöhung der Dividende in Form einer Kapitaleinlageausschüttung von 4.00 CHF beantragt

Die COMET Gruppe hat 2011 die Implementierung ihrer Strategie konsequent vorangetrieben und trotz negativer Währungseinflüsse ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwirtschaftet. Sie verzeichnete einen konsolidierten Nettoumsatz von 217.0 Mio. CHF, bereinigt um die Akquisition der Stolberg HFTechnik AG von 215.0 Mio. CHF. Dies entspricht in lokalen Währungen einem erfreulichen Umsatzplus von 12% (organisch 11%), zu dem beide Divisionen und alle Regionen ausser Nordamerika beitrugen.
In Asien erwirtschaftete die Gruppe mit 37.9% nach wie vor den grössten Anteil am Gruppenumsatz (2010: 38.1%). In Europa stieg der Anteil dank starkem Wachstum im Systemgeschäft auf 30.7% (2010: 24.1%). In Nordamerika verschärfte sich für COMET infolge der Währungssituation dagegen der Wettbewerb durch lokale Anbieter, was zu einem Rückgang des Umsatzanteils in Schweizer Franken auf 27.5% führte (2010: 35.7%).
 

Starke Profitabilität trotz herausforderndem Umfeld

Die Profitabilität auf Stufe EBIT-Marge konnte auf 6.8% und auf Stufe EBITDA-Marge auf 12.6% gehalten werden (2010: 7.5% bzw. 13%). Innovative Lösungen, Konzentration auf margenstarke Marktsegmente und Disziplin bei den Kosten halfen, die negativen Wechselkurseffekte grösstenteils abzufedern. Mit der ab Oktober bei Plasma Control Technologies in Flamatt eingeführten Kurzarbeit konnte COMET zudem die Auswirkungen des Nachfragerückgangs aus der Halbleiterindustrie im zweiten Halbjahr dämpfen. Infolge eines verbesserten Finanzergebnisses und tieferer Steuern resultierte ein Reingewinn von 10.1 Mio. CHF bzw. 13.22 CHF pro Aktie (2010: 9.89 CHF). Die Eigenkapitalquote stieg auf solide 57.2% (2010: 52%).
Aufgrund des hohen operativen Cashflows konnten alle Investitionen inklusive der Akquisition aus
eigenen Mitteln finanziert und ein hoher freier Cashflow von 17.6 Mio. CHF erzielt werden (2010: 14.3
Mio. CHF).
In den wesentlichen Teilen der Strategie erreichte die Gruppe wichtige Meilensteine (Vorwärtsintegration durch die Akquisition Stolberg, Stärkung des Geschäfts Asien, Investition in Innovationen, Ausbau des beratenden Direktvertriebs) und verfügt somit über beste Voraussetzungen, ihre operativen und strategischen Chancen auch in Zukunft wahrzunehmen.


Division Systems – profitables Wachstum

Die Division Systems verzeichnete 2011 einen erfreulichen Umsatzanstieg um 8.5% gegenüber Vorjahr auf 115.2 Mio. CHF (2010: 106.2 Mio. CHF). Währungsbereinigt betrug das Wachstum 23%. Mit dem Ausbau des Servicegeschäfts, neuen Produktfeatures und Softwareupgrades stärkte die Division ihre Marktposition und nutzte die anhaltend gute Nachfrage insbesondere in Europa und Asien nach Röntgenprüfanlagen in den Segmenten Automobil und Elektronik. Das Segment Luftfahrt verzeichnete gegen Jahresende einen signifikanten Anstieg im Auftragseingang. Reduzierte Durchlauf- und Lieferzeiten sowie der Fokus auf innovative und margenstarke Produkte sowie die Investition in kompetente Kundenberatung zahlten sich aus. Dies führte fast zu einer Verdoppelung des Gewinns auf Stufe EBITDA gegenüber Vorjahr auf 6.9 Mio. CHF (2010: 3.5 Mio. CHF) und einer Verbesserung der EBITDA-Marge auf 6.0% (2010: 3.3%). Mit der Entwicklung eines neuen, bahnbrechenden Laminografieverfahrens zur Prüfung besonders grosser, flächiger Teile stellte die Division ihre Innovationskraft unter Beweis und eröffnete sich neue Anwendungspotenziale.


Division Modules & Components – Marktposition trotz schwierigem Umfeld verteidigt

In der Division Modules & Components drückten vor allem die ab dem zweiten Halbjahr abgeschwächte Nachfrage aus dem Halbleiter- und dem Sicherheitsmarkt sowie der starke Schweizer Franken den Umsatz um 8.8% gegenüber Vorjahr auf 119.1 Mio. CHF (2010: 130.6 Mio. CHF). In lokalen Währungen betrug das Umsatzwachstum 2.2%. Trotz dieses herausfordernden Umfelds erzielte die Division dank starker Marktposition und der konsequenten Implementierung von Projekten zur weiteren Effizienzsteigerung einen Gewinn auf Stufe EBITDA von 21.2 Mio. CHF (2010: 27.3 Mio. CHF) sowie eine EBITDA-Marge von 17.8 % (2010: 21.0%).


Industrial X-Ray

Im Kerngeschäft, der zerstörungsfreien Materialprüfung, verteidigte Industrial X-Ray 2011 trotz des Druckes durch lokale Anbieter aus dem Dollarraum seine globale Marktführerschaft. Mit Innovationen, massgefertigten Lösungen, Produktweiterentwicklungen und marktgerechten Preisen konnte der Bereich in lokalen Währungen über das ganze Technologiespektrum wachsen. Rückläufige Investitionen seitens Regierungen in die Inspektion von Reisegepäck und Luftfracht (vor allem USA) führten hingegen zu einem Rückgang der Umsätze im Sicherheitsmarkt.
Mit verschiedenen Design-Aufträgen konnte Industrial X-Ray bei namhaften, global tätigen Konzernen für seine Technologien im Bereich Hoch- und Niederenergie sowie e-beam Fuss fassen und künftige Umsatzpotentiale erschliessen. Einen wichtigen Beitrag leistete dabei auch das neu ausgebaute Applikationszentrum in Stamford. Dank konsequentem Kostenreduktionsprogramm konnte der Bereich zudem seine Produktivität erneut verbessern und die Profitabilität steigern.


Plasma Control Technologies

2011 war für Plasma Control Technologies (PCT) ein Jahr der wechselnden Vorzeichen. Nach einem positiven Start ins Jahr erlebte der Bereich im dritten Quartal den Abschwung der Nachfrage aus dem Halbleitermarkt. Dies führte ab Oktober 2011 in Flamatt zu Kurzarbeit im Bereich Operations. Das Solargeschäft stagnierte auf tiefem Niveau. Der Bereich nutzte die Zeit, sich mit innovativen Neuheiten und neuen Kundenprojekten auf den Aufschwung vorzubereiten. Mit dem Kauf der deutschen Stolberg HF Technik AG im Herbst 2011 konnte Plasma Control Technologies seine Kompetenz im Bereich der hochfrequenten Plasmakontrollprozesse ausbauen. Zudem etablierte sich COMET bei führenden Ausrüstern der Halbleiterindustrie als Partner für die Entwicklung der aktuellen und künftigen Halbleitergeneration und positionierte sich als Nummer Eins im Markt der RF-Matchboxen. Ein weiterer Meilenstein war der Ausbau des Entwicklungszentrums in San José mit einer Produktionslinie für RF Matchboxen, durch die PCT seinen Kunden kurze time-to-market Zeiten sowie ein vollständiges Angebot vor Ort bieten kann.


Kapitaleinlageausschüttung

Angesichts des guten Ergebnisses beantragt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung eine verrechnungssteuerfreie Kapitaleinlageausschüttung von 4.00 CHF pro Aktie (2011: 3.50 CHF). Dies entspricht einer Ausschüttung von 30 % des Reingewinns.


Ausblick

Für 2012 erwartet die Gruppe weiterhin ein herausforderndes Umfeld mit einem ersten Halbjahr, das deutlich schwächer als das erste Halbjahr 2011 ausfallen wird. Bei stabilen Währungsverhältnissen und ohne grössere Verwerfungen in den Märkten, erwartet die Gruppe für das Gesamtjahr 2012 einen Umsatz sowie ein operatives Ergebnis auf Stufe EBITDA auf Vorjahresniveau.


Geschäftsbericht 2011

Der aktuelle Geschäftsbericht der COMET Gruppe ist zugänglich unter www.comet.ch/en/investorrelations/financial-reports-presentations/annual-reports.


Medien- und Analystenkonferenz

Die publizierten Jahresergebnisse 2011 werden heute, am 15. März um 10.00 Uhr an der Medien- und Analysten-Konferenz in Zürich (SIX Swiss Exchange, Convention Point, Selnaustrasse 30) vorgestellt.