Die COMET Gruppe geht mit 44% mehr Umsatz und substanziellem Gewinn gestärkt aus der Krise hervor

Die COMET Gruppe ging 2010 dank der konsequenten Umsetzung der Gruppenstrategie, internen Verbesserungen und einem konjunkturbedingten Aufschwung in den relevanten Märkten gestärkt aus einer der schwierigsten Krisen der letzten Jahrzehnte hervor. Dies belegen das eindrückliche Umsatzwachstum von 44% (währungsbereinigt 52% gegenüber dem Vorjahr) auf 217.4 Mio. CHF sowie die deutliche Steigerung der EBITDA-Marge auf 13.0%. Mit einem freien Cashflow von 14.3 Mio. CHF sowie einer gesunden Bilanz mit 52% Eigenkapital sichert die COMET Gruppe die finanzielle Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten. Angesichts dieses guten Ergebnisses sowie des optimistischen Ausblicks in das Jahr 2011 beantragt der Verwaltungsrat eine Ausschüttung aus früheren Kapitaleinlagen in der Höhe von 3.50 CHF pro Aktie.


Dank der erfolgreichen Vorwärtsintegration, zahlreichen neuen Produkten, operativen Massnahmen  zur Effizienzsteigerung sowie einer günstigen Marktentwicklung vor allem im asiatischen und  nordamerikanischen Raum erzielte die COMET Gruppe in 2010 einen konsolidierten Nettoumsatz  von 217.4 Mio. CHF (Vorjahr: 150.8 Mio. CHF). Dies entspricht einem Anstieg von 44%  (währungsbereinigt 52%). Den grössten Umsatzanstieg und Marktanteilsgewinn erreichte der  Bereich der Vakuumkondensatoren und RF-Matchboxen für Plasmaprozesse in der  Halbleiterindustrie. Aber auch die Systeme für zerstörungsfreie Materialprüfung konnten in  verschiedenen Anwendungssegmenten (v.a. Automobilindustrie in Asien) in diesem veränderten  Marktumfeld stark wachsen und Marktanteilsgewinne ausweisen. Im Bereich der industriellen 
Röntgentechnik sind 2010 erstmals neue Hochenergie-Röntgenquellen als Serienprodukte an  Kunden geliefert worden.

Die Dynamik in den Wachstumsmärkten Asiens und Nordamerikas führt zu einer Verschiebung der  wirtschaftlichen Bedeutung der Regionen. Der Umsatzanteil der COMET Gruppe ist 2010 in Asien  auf 38% und in Nordamerika auf 36% gestiegen. 24% des Gesamtumsatzes entfallen auf die  Region Europa.


Substanzieller Gewinn: Steigerung der EBITDA Marge auf 13%

Dank deutlicher Verbesserung der Effizienz in allen Geschäftsprozessen und dem guten Umsatzwachstum hat die COMET Gruppe eine signifikante Steigerung der Profitabilität erreicht. Die Bruttomarge konnte 2010 infolge der guten Auslastung der Produktion aber auch dank attraktiver neuer Produkte auf 37.5% (Vorjahr: 32.2%) gesteigert werden. Die EBITDA-Marge stieg trotz negativen Währungseffekten auf +13.0% (Vorjahr: 3.5% vor Sonderaufwendungen) und die EBIT-Marge konnte auf +7.5% (Vorjahr: -4.6% vor Sonderaufwendungen) verbessert werden. Beide Divisionen haben zu dieser deutlichen Verbesserung beigetragen. Trotz leicht höheren Zinsen, erheblichen Währungsverlusten und auch höheren Steuern gelang es der COMET Gruppe auf Stufe Reingewinn eine Verbesserung um 20.2 Mio. CHF zu realisieren. Der ausgewiesene Reingewinn beträgt damit 7.5 Mio. CHF oder 9.89 CHF pro Aktie. Obwohl der starke Franken im Jahr 2010 auch in der Bilanz der COMET Gruppe deutliche Spuren hinterlassen hat, konnte das Eigenkapital auf 52% erhöht werden. Die COMET Gruppe weist Ende 2010 eine gesunde Bilanz und einen freien Cashflow von 14.3 Mio. CHF aus. 


Division Modules & Components

Der Gesamtumsatz der Division stieg um 66.1% auf 130.6 Mio. CHF (Vorjahr: 78.6 Mio. CHF) und erreichte mit einer EBITDA-Marge von 21.0% einen neuen Höchststand.  


Vacuum Capacitors

Der massive Aufschwung in der Halbleiterindustrie, die erfolgreiche Vorwärtsstrategie im Geschäft mit den RF-Matchboxen für Plasmaprozesse, Effizienzsteigerungen und die richtige Risikobeurteilung waren die entscheidenden Faktoren für das Spitzenergebnis.Vacuum Capacitors hat die Weichen richtig gestellt, so dass die Fabrikationsanlagen mit Zunahme der konjunkturbedingten Nachfrage auf Hochtouren laufen konnten. Insbesondere durch zahlreiche Neulancierungen wie mobile Tabletcomputer (z.B. iPad von Apple) oder Weiterentwicklungen bei PCs und Smartphones wurde dieser Nachfrageeffekt noch verstärkt. Die RF-Matchboxen konnten die Marktanteile deutlich steigern und machten im Geschäftsjahr 2010 erstmals einen entscheidenden Anteil am Ergebnis der Division aus. Ebenfalls positiv – wenn auch noch deutlich verhaltener – entwickelten sich die Marktsegmente Flatpanel und Solar. Innovative Entwicklungen werden in diesen Segmenten im Jahr 2011 stärker in den Fokus rücken.


Industrial X-Ray

Wachstumstreiber war das Marktsegment der stationären, zerstörungsfreien Materialprüfung. Hier profitierte die COMET Gruppe sowohl von der starken Konjunkturerholung in den Bereichen Automobil- und Luftfahrt, als auch von neuen Produkten, welche das Portfolio bereicherten. Im Bereich der industriellen Röntgentechnik sind 2010 erstmals neue Hochenergie-Röntgenquellen (600 kV) als Serien-Produkte an Kunden geliefert worden und mit der neuen e-beam Technologie wurde der wichtigste Meilenstein, die Lifetime-Verifikation der industrialisierten Produkte, auf allen Anlagen nicht nur erreicht sondern bei weitem übertroffen..


Division Systems 

Die Division Systems mit X-Ray Systems verzeichnete einen Jahresumsatz von 106.2 Mio. CHF, was einem Anstieg von 20.6% gegenüber 2009 entspricht. Auf Stufe EBITDA beträgt der Gewinn 3.5 Mio. CHF (Vorjahr: -4.4 Mio. CHF vor Sonderaufwendungen). Der Konjunkturaufschwung, Technologietrends und Produktinnovationen waren Hauptgründe für gefüllte Auftragsbücher. Die Nachfrage nach neuen Softwarefeatures, Upgrades und generell nach Massnahmen, welche die Lebensdauer eines Systems verlängern, steigt. X-Ray Systems will diese Wachstumschancen künftig für hochmargige Software und Serviceangebote vermehrt nutzen. Beispielsweise wird das weltweite Netz an Servicestellen weiter verdichtet, in Heilbronn wird im zweiten Quartal 2011 ein neues Demo- und Applikationszenter in Betrieb genommen und andere Zentren werden ausgebaut.


Ausblick für 2011

Der Standort der japanischen Tochtergesellschaft YXLON International in Yokohama ist von den aktuellen Ereignissen in Japan derzeit nicht direkt betroffen. Der Umsatz der COMET Gruppe, der in Japan von beiden Divisionen - Modules & Components sowie Systems - erwirtschaftet wird, entsprach 2010 ca. 8% des Gruppenumsatzes.
Auch wenn die Weltwirtschaft noch nicht überall zur erwünschten Stabilität zurückgefunden hat und in verschiedenen Ländern Risiken vorhanden bleiben, hält die COMET Gruppe an den im  November 2010 veröffentlichten mittelfristigen Zielen fest. Unter der Annahme, dass es bei den Währungen und den Absatzmärkten zu keinen grösseren Verwerfungen kommt, sind Verwaltungsrat und Geschäftsleitung optimistisch, dass für die COMET Gruppe im Jahr 2011 ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und weitere Verbesserungen der operativen Margen möglich sind. Der aktuelle Geschäftsgang unterlegt einen erfolgreichen Start ins Jahr 2011.  


Kapitaleinlageausschüttung

Angesichts des guten Ergebnisses der COMET Gruppe sowie des optimistischen Ausblicks in das Jahr 2011 beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine verrechnungssteuerfreie Kapitaleinlageausschüttung von 3.50 CHF pro Aktie (Vorjahr: Dvidende von 0.50 CHF pro Aktie). Diese im Vergleich zum Vorjahr für das Geschäftsjahr 2010 deutlich höhere Auszahlung, entspricht einer Ausschüttung von 35% des Reingewinns.


Geschäftsbericht 2010

Der aktuelle Geschäftsbericht der COMET Gruppe ist unter www.comet.ch/en/investorrelations/
financial-reports-presentations/annual-reports zugänglich.


Medien- und Analystenkonferenz

Die publizierten Jahresergebnisse 2010 werden heute, am 23. März um 10.00 Uhr an der Medien- und Analysten-Konferenz in Zürich (SIX Swiss Exchange, Convention Point, Selnaustrasse 30) vorgestellt.