Schwieriges 2009 – deutlich besseres 2. Halbjahr

Die weltweite Wirtschaftskrise hat Spuren im Jahresergebnis der COMET Gruppe hinterlassen, wobei das 2. Halbjahr deutliche Anzeichen der Erholung aufweist. Insgesamt verzeichnete die Gruppe einen Umsatzrückgang von 32.3% gegenüber Vorjahr und ein Betriebsergebnis von 14.0 Mio. CHF nach einmaligen Sonderaufwendungen von 7.0 Mio. CHF. Dank frühzeitig ergriffener Massnahmen wurde die Kostenbasis deutlich gesenkt. Dies führte zu einem deutlich besseren EBITDA von 5.2 Mio. CHF im 2. Halbjahr (1. Halbjahr: 5.6 Mio. CHF) und einem beinahe ausgeglichen Ergebnis auf Stufe EBITDA von 0.4 Mio. CHF für das Gesamtjahr. Die Gruppe weist einen positiven Free-Cash-Flow von 2.6 Mio. CHF und eine weiterhin solide Eigenkapitalquote von 48.9% aus. Zudem wurden wichtige Projekte zur nachhaltigen Effizienzsteigerung umgesetzt. Trotz des Konzernverlusts beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung, eine Dividende von 0.50 CHF pro Aktie auszuschütten.


Die COMET Gruppe erzielte 2009 einen konsolidierten Nettoumsatz von 150.8 Mio. CHF gegenüber 222.6 Mio. CHF im Vorjahr. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von rund 32.3%, (währungsbereinigt 31.2%), wobei vor allem infolge des Aufschwungs in der Semiconductor-Industrie eine deutliche Erholung im 2. Halbjahr zu spüren war. Der Rückgang betraf alle Divisionen und Regionen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass.

Das operative Ergebnis (EBIT) von 14.0 Mio. CHF (Vorjahr: 11.0 Mio. CHF) wurde zu einem grossen Teil durch einmalige Sonderaufwendungen von 7.0 Mio. CHF belastet, von denen 5.0 Mio. CHF aus den Restrukturierungsmassnahmen und 2.0 Mio. CHF aus der Abschreibung infolge der Einstellung der Minitube-Aktivitäten resultieren. Auf Stufe EBITDA gelang es der COMET Gruppe trotz des schwierigen Wirtschafsumfelds, das Ergebnis im 2. Halbjahr mit 5.2 Mio. CHF gegenüber dem 1. Halbjahr ( 5.6 Mio. CHF) erheblich zu verbessern. Dies führte für das Gesamtjahr zu einem fast ausgeglichenen Ergebnis von 0.4 Mio. CHF nach Sonderaufwendungen (Vorjahr: 24.6 Mio. CHF) und einem positiven EBITDA von 5.3 Mio. CHF vor Sonderaufwendungen. Dank striktem Management des Nettoumlaufvermögens verzeichnete die Gruppe einen positiven Free-Cash-Flow von 2.6 Mio. CHF. Die Eigenkapitalquote liegt mit 48.9% nach wie vor auf einem soliden Niveau (Vorjahr 50.7%). Die frühzeitige und konsequente Umsetzung der Kostensparmassnahmen führte zu einer deutlichen Reduktion der Kostenbasis. Trotz des schwierigen Marktumfelds wurden zudem wichtige Projekte zur Effizienzsteigerung umgesetzt (Einführung von SAP in Europa, Lean Management-Projekte) und Wachstumsinitiativen vorangetrieben. Aufgrund der Neuzuteilung der Produktlinie Röntgengeneratoren zur Division Modules & Components werden für die folgenden Segmentvergleiche zum Vorjahr „Pro-forma“-Zahlen zugrunde gelegt.  


Division Modules & Components

Die Produktbereiche der Division Modules & Components erlebten die Auswirkungen der Krise in ihren Märkten in unterschiedlichem Ausmass. Über das ganze Jahr gesehen ging zwar der Umsatz dieser Division auf 78.6 Mio. CHF (Vorjahr: 111.4 Mio. CHF) um 29.4% zurück (währungsbereinigt 29.0%). Im 2. Halbjahr legte die Division jedoch dank steigender Nachfrage in der Halbleiterindustrie um 21.4% gegenüber dem 1. Halbjahr zu. Dies führte nebst konsequenten Kostensparmassnahmen zu einem positiven Betriebsergebnis auf Stufe EBIT von 0.5 Mio. CHF (Vorjahr: 10.6 Mio. CHF) und einem EBITDA von 6.1 Mio. CHF (Vorjahr: 15.4 Mio. CHF) nach Sonderkosten von 2.3 Mio. CHF, von denen 0.9 Mio. CHF aus der Einstellung der Minitube-Aktivitäten und 1.4 Mio. CHF aus der Verlagerung des Generatorengeschäfts resultieren.


Industrial X-Ray

Industrial X-Ray bekam den konjunkturellen Abschwung vor allem in den Kernmärkten zerstörungsfreie Materialprüfung und Dickenmessung zu spüren. Der Umsatz betrug 47.9 Mio. CHF (Vorjahr: 61.1 Mio. CHF) und ging damit um 21.7% gegenüber 2008 zurück (währungsbereinigt: 20.8). Weniger stark betroffen waren die Marktsegmente Security sowie portable zerstörungsfreie Materialprüfung, in denen der Bereich auch dank neuen Produkten Umsätze nahezu auf Vorjahresniveau erwirtschaften konnte. Dank konsequenter Optimierung der Prozessabläufe im Produktionsbereich konnte Industrial X-Ray seine Profitabilität trotz schwierigem Umfeld verbessern.


Vacuum Capacitors

Nach dem starken Nachfrageeinbruch im ersten Halbjahr erlebte der Bereich Vacuum Capacitors einen kontinuierlichen Anstieg des Auftragseinganges und konnte den Umsatz in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum ersten Halbjahr mehr als verdoppeln. Insgesamt erzielte Vacuum Capacitors somit einen Umsatz von 30.8 Mio. CHF (Vorjahr: 50.3 Mio. CHF), was einem Rückgang von 38.8% (währungsbereinigt: 38.9%) entspricht. Trotz deutlicher Rückgänge in der Branche hielt sich das Geschäft mit RF-Modulen beinahe auf Vorjahresniveau. Prozess- und Strukturverbesserungen sowie diverse neue Projekte mit OEM-Kunden im Semiconductor-, Flatpanel- und Solarmarkt stimmen optimistisch für das laufende Geschäftsjahr.


Divisions Systems 

Ein Investitionsstopp und deutliche Einsparungen der Kunden im Bereich Service und Unterhalt haben zu einem markanten Umsatzrückgang der Division Systems auf 88.1 Mio. CHF geführt (Vorjahr: 134.2 Mio. CHF). Dies entspricht einem Rückgang von 34.3%, bereinigt um Währungseffekte 32.4%. Eine erfreuliche Ausnahme zum allgemeinen Trend bildeten die Bereiche Customer Solutions und Computer-Tomografie-Anlagen, die wachsen respektive ihr Umsatzniveau gegenüber Vorjahr halten konnten. Insgesamt konnten die Umsatzrückgänge durch die eingeleiteten kostenreduzierenden Massnahmen nicht kompensiert werden. In Kombination mit dem gegen Ende Jahr forcierten Lagerabbau von Demosystemen und den einmaligen Sonderkosten von 3.6 Mio. CHF aus der Verlagerung der Feinfokusaktivitäten nach Hamburg ergibt sich für die Division somit ein EBITDA von 8.6 Mio. CHF (Vorjahr: 6.9 Mio. CHF).


Dividende

Trotz des Verlustes in der Konzernrechung 2009 beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung, eine Dividende von 0.50 CHF pro Aktie auszuschütten. Dieser Schritt reflektiert auch den positiveren Ausblick der Firma im Vergleich zur vorliegenden Berichtsperiode.


Aussischt

Die COMET Gruppe steht dank frühzeitig ergriffener Massnahmen strukturell auf einer soliden Basis, und ist mit schlanken Prozessen und innovativen Produkten gut für die Markterholung aufgestellt. Die aktuellen Auftragseingänge signalisieren einen positiven Start ins Jahr 2010, die Nachhaltigkeit der Erholung kann jedoch erst im Verlauf des Jahres beurteilt werden. Aus heutiger Sicht rechnet das Management 2010 mit einer Umsatzsteigerung zum Vorjahr zwischen 15% bis 20%, und strebt ein leicht positives Nettoergebnis an.

 

Medien- und Analystenkonferenz

COMET wird die publizierten Jahresergebnisse 2009 heute 10.00 Uhr an der Medien- und Analysten-Konferenz in Zürich (SIX Swiss Exchange, Convention Point, Selnaustrasse 30) vorstellen.